Eskalation der Gewalt – Kenia am Rande eines Bürgerkrieges
Seit dem letzten Wochenende haben sich die Ausschreitungen in Kenya erneut zugespitzt.
Besonders der Westen des Landes und die Hauptstadt Nairobi sind davon betroffen. Der ehemalige UN Generalsekretär Kofi Annan ist derzeit als Vermittler vor Ort – bisher sind aber keine Fortschritte in den Verhandlungen zu verzeichnen. Eine politische Lösung ist noch nicht in Sicht. Nach dem gewaltsamen Tod eines neu gewählten Parlamentsmitgliedes der Opposition ist erneut Öl ins schon entfachte Feuer gegossen worden. Die Situation eskaliert zusehends. Schreckliche Bilder, die wir schon zu oft von Afrika sehen mussten wiederholen sich. Entfesselte Mengen von Menschen auf der Jagd nach anderen Volksgruppen. Hunderttausende sind auf der Flucht.
Das Baobab Kinderhaus und unsere laufenden Programme in und um Mikindani/Mombasa sind nur indirekt betroffen. Durch die zunehmenden Versorgungsschwierigkeiten werden Lebensmittel knapp. Die Menschen sind voller Angst ob möglicher Ausweitungen der Gewaltaktionen.
Wir wünschen allen Kenianern, dass es eine schnelle Besserung der Situation geben wird und die radikalen Gruppen in ihre Schranken verwiesen werden. Außerdem wünschen wir den Politikern die persönliche Stärke, von ihren individuellen Zielen abzusehen und gemeinsam mit sofortiger Wirkung den Frieden ins Land zurückbringen. Schon jetzt sind die aufgerissenen, alten Wunden tiefer als sie vorher waren.
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