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Krise in Kenia

Seit der Kundgebung des Ergebnisses der Wahl vom 27.12.2007 am 30.12.2007 herrschen in Kenia zum Teil bürgerkriegsähnliche Zustände.


Eines der gefestigsten Länder Afrikas steckt plötzlich in einer erschütternden Krise. Viele Menschen mussten schon als Reaktion auf die offensichtliche Wahlmanipulation des Regierungschefs Kibaki und die gewaltsame Verfolgung der ethnisch ihm gleichstämmigen Kikuyu sterben. Mittlerweile sind auch viele Tote auf Seiten des Stammes der Luo zu beklagen und hunderttausende Menschen auf der Flucht.


Die Baobab Family nimmt tief Anteil am Schicksal so vieler Kenianer.


Unser Kinderhaus in Mikindani ist bisher nicht gewaltsam betroffen. Allerdings sind Lebensmittel durch Brandstiftung, Plünderung und Angstkäufe rar und damit sehr teuer geworden. Geld darf jetzt keine Rolle spielen, trotzdem ist es den Mitarbeitern in Mikindani kaum möglich, ausreichend Nahrung für alle zu beschaffen.


Friedliche Demonstrationen der Regierungsgegner wurden in den letzten Tagen brutalst niedergeschlagen und aufgelöst. Auf friedliche Demonstranten wird von Polizei und Soldaten scharf geschossen.


Wir hoffen inständig, dass sich die Lage möglichst bald beruhigt und unsere Kinder und Baobab Family Mitarbeiter in Mikindani und alle anderen sicher durch diese bedrohliche Zeit kommen.